Vorsorgeuntersuchungen

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  • Krebsvorsorgeuntersuchung für Männer ab 45
  • Impfberatung und Schutzimpfungen

 

Die meisten Krankenkassen erstatten Ihnen die Kosten für

  • Reiseimpfberatung und Reiseimpfungen

 

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  • Belehrung nach §43, Abs. 1 Infektionsschutzgesetz

Reiseimpfung Hepatitis A für Tschechien

Hepatitis A in Tschechien von Mensch zu Mensch übertragen

 

Tschechien erlebt derzeit den schwersten Hepatitis-A-Ausbruch seit drei Jahrzehnten. Seit Jahresbeginn wurden knapp 3.000 Fälle registriert – rund zwanzigmal mehr als im Vorjahr.

31 Menschen sind bereits an den Folgen der Erkrankung gestorben, wie Radio Prague International die tschechischen Gesundheitsbehörden zitiert.

 

Diese warnen angesichts der Dynamik vor einer anhaltenden Bedrohung und appellieren an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen und verstärkte Hygienemaßnahmen einzuhalten.

 

Ein ungewöhnlich breiter Ausbruch

 

Die ersten Fallzahlen stiegen bereits im Frühjahr und Sommer 2025 deutlich an, im Herbst schlugen die Behörden schließlich Alarm. Besonders betroffen sei Prag, wo über 40 Prozent aller Infektionen auftreten – allein in der vergangenen Woche wurden dort fast 50 neue Fälle gemeldet. Inzwischen breite sich das Virus jedoch auch in andere Regionen aus.

 

Eine Besonderheit dieser Epidemie: Sie betreffe alle Altersgruppen. Die höchsten Fallzahlen verzeichneten Erwachsene zwischen 30 und 44 Jahren, während bei Kindern vor allem die Gruppe der Fünf- bis Neunjährigen auffällig sei. Menschen über 65 Jahre seien vergleichsweise selten betroffen, vermutlich weil sie nach einer großen Epidemie in den späten 1970er-Jahren noch Antikörper besitzen.

 

Übertragung von Mensch zu Mensch

 

Nach Angaben der Nationalen Gesundheitsbehörde unterscheide sich der aktuelle Ausbruch deutlich von früheren. Während die Quelle bislang meist kontaminierte Lebensmittel waren – wie etwa tiefgefrorene Erdbeeren in den 1970er-Jahren – erfolge die Übertragung diesmal wohl überwiegend direkt von Mensch zu Mensch.

 

Etwa 20 Prozent der Infizierten gehörten Risikogruppen wie Drogenkonsumenten, Alkoholabhängigen oder Obdachlosen an. Hepatitis-A-Viren können auf Oberflächen tagelang überleben; kühle Temperaturen begünstigen diese Persistenz sogar. Orte mit dichtem Gedränge wie Weihnachtsmärkte, öffentliche Verkehrsmittel oder Veranstaltungen stellen daher besondere Risiken dar, wie es heißt.

 

Reaktionen und Ausblick

 

Deutschland und Polen haben bereits Reisewarnungen für Besuche in Tschechien ausgegeben und empfehlen eine Hepatitis-A-Impfung. Die tschechischen Behörden haben ihrerseits umfassende Informationskampagnen gestartet und die Reinigung von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen intensiviert. Weihnachtsmärkte stellten inzwischen flächendeckend Desinfektionsmittel bereit.

 

Doch trotz aller Maßnahmen bleibe der Ausblick verhalten. Aufgrund langer Inkubationszeiten von bis zu 50 Tagen, saisonaler Reisen und asymptomatischer Infektionen rechnen die Behörden mit weiteren Fällen. Zugleich verzeichne das Land aktuell einen Impfstoffmangel, da sich bereits dreimal so viele Menschen wie üblich immunisieren ließen.

 

Quelle: änd 8.12.2025